Wenn man den Namen Feuerwehr liest, denken viele nur daran, dass Brände gelöscht werden sollen. Dies stimmt aber so nicht, denn nur in den allerwenigsten Notfällen rückt die Feuerwehr wirklich aus, um ein Schadenfeuer zu bekämpfen. Sehr häufig, wenn in der Rettungsleitzentrale ein Notruf über die Rufnummer 112 eingeht, handelt es sich um die Bitte nach einer technischen Hilfeleistung.

Schauen wir uns den Feuerwehr-Wahlspruch „Retten – Löschen – Bergen – Schützen“ etwas näher an, ist zu erkennen, dass mit „Bergen“ und „Schützen“ zwei dieser Sammelbegriffe auf die Tätigkeit der technischen Hilfeleistung passen.

Beim „Bergen“ stehen verunglückte Personen aber auch Tiere im Vordergrund. Egal ob es sich hierbei um jemanden handelt, welcher in einem Schacht fest steckt oder einen Mensch, der bei einem Autounfall so stark eingeklemmt wurden, dass er ohne technische Hilfe wie Schere und Spreizer geborgen werden könnte. 

Das „Schützen“ steht in erster Linie zum Schutz unserer stark belasteten Umwelt mit in diesem Wahlspruch. Hier ist aber auch der Katastrophenschutz gemeint. 

Da die technischen Hilfeleistungen in den vergangenen Jahren enorm zugenommen haben, ist die Bezeichnung „Feuerwehr“ eigentlich nicht mehr zutreffend. Ein Blick in die Statistik verrät uns, dass ungefähr nur jeder fünfte bzw. sechste Einsatz mit einem Brand zu tun hat. 

Die technischen Hilfeleistungseinsätze umfassen alle Maßnahmen, welche zur Abwehr von Gefahren für Leben und Gesundheit von Menschen und Tieren sowie zur Abwehr von Gefahren für Sachwerte (zum Beispiel Häuser und Fabriken) ergriffen werden.

Viele dieser technischen Hilfeleistungen spielen sich im Straßenverkehr ab:

  • Eine Person muss aus einem verunglückten PKW geborgen werden.
  • Bei einem Verkehrsunfall ist eine Ölspur entstanden – das ausgelaufene Öl muss aufgenommen werden.
  • Chemikalien sind beim Umladen von einem LKW gefallen und müssen beseitigt werden.

Näheres zur TH im Straßenverkehr nach Unfällen.

Zwei weitere, auch hier im Ort bekannte Hilfeleistungen sind das Beseitigen von umgestürzten Bäumen nach einem Unwetter sowie das Aus- und. Abpumpen von Wasser nach einer Überschwemmung (Hochwasser). 

Technische Hilfeleistungen gibt es allerdings noch weitaus mehr. Die eben aufgeführten zeigen Euch aber, wie umfangreich die Aufgaben der Feuerwehr sind. 

Von daher sind die Feuerwehr-Autos auch nur zu einem Teil mit Gerätschaften ausgestattet, die zur Bekämpfung eines Feuers beitragen. 

Geräte wie Warndreieck und Warnleuchten, Handscheinwerfer und Flutlichtstrahler werden bei beiden Einsatzarten benötigt. Für die technische Hilfeleistung sind aber noch weitere Geräte mit an Bord wie zum Beispiel eine Motorkettensäge und Schnittschutzkleidung, der Stromerzeuger, eine Trennschleifmaschine, Tauchpumpen, die beiden hydraulischen Rettungsgeräte Schere und Spreizer, der hydraulische Rettungszylinder, Luftheber sowie Druckkissen. 

Anhand der wenigen ausgewählten Gerätschaften aus der Beladung eines Feuerwehr-Autos ist zu erkennen, dass die Feuerwehr im Einsatzbereich der Hilfeleistung auf jede denkbare Situation vorbereitet sein muss. Hierbei spielt es allerdings keine Rolle, um was für einen Einsatz es sich handelt. Wichtig ist, dass alle Gerätschaften beherrscht und richtig eingesetzt werden können. 

Wie es dazu kommt? Jeder Feuerwehrmann erhält eine entsprechende Schulung, bei der er mit dem Umgang aller Gerätschaften vertraut gemacht wird. Da es allerdings nichts bringt, wenn man einmal lernt, wie etwas funktioniert, wird regelmäßig mit allen Geräten geübt. So können auch Neueinsteiger und Jugendliche, die aus der Jugendfeuerwehr kommen rasch in den aktiven Dienst mit übernommen werden.

 

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