Immer häufiger richten Sturm und Hochwasser gewaltige Schäden in Deutschland an. Schäden, bei denen nicht immer klar ist, welche Versicherungspolice für den Schaden aufkommt. Bei den meisten Schäden ist die Gebäudeversicherung gefragt – allerdings aber nur dann, wenn „Sturm/Hagel“ mitversichert wurde. Dennoch ist bei jedem Sturm die Windstärke Ausschlag gebend, denn erst ab Stärke 8 wird gezahlt. Windstärke 8 ist, wenn der Wind eine Geschwindigkeit von 62 bis 74 Stundenkilometer hat. Woher wissen Sie nun aber, ob diese Stärke erreicht wurde? Dies lässt sich beim Deutschen Wetterdienst unter 069/80622619 erfragen. Diese Abfrage ist allerdings in den meisten Fällen nicht nötig, wenn in der unmittelbaren Nachbarschaft ebenfalls typische Sturmschäden aufgetreten sind.

Die Gebäudeversicherung kommt für direkte Schäden am Gebäude auf. Zu diesen zählen zum Beispiel Fenster und Schornsteine, aber auch Rollländen, Markisen, Antennen oder Sat-Schüsseln. Sollten Anbauteile vom Mieter installiert worden sein (zum Beispiel Sat-Schüssel oder Markise), so zählen diese nicht zur Gebäudeversicherung sondern zur Hausratversicherung. 

Auto

Herumfliegende Gegenstände, welche Beulen am Auto hinterlassen, werden ab Windstärke 8 von der Teilkasko übernommen. Sollte die verursachende Windstärke darunter gelegen haben, greift hier allerdings nur die Vollkasko-Versicherung. Was die Teilkasko auch nicht übernimmt sind Kosten für Unfälle, die während einer Fahrt bei Sturm entstehen.

Hausrat

Bei entsprechend hohen Windstärken kann das Unwetter auch Schäden im Haus entstehen lassen. Hier ersetzt die Hausratversicherung die Schäden an der Einrichtung.

Haftpflicht

Bei Stürmen ist es durchaus möglich, dass Dachziegel aus der Verankerung gerissen werden – und einen Passanten verletzen. Oder der alte Apfelbaum hinter der Laube ist auf das Haus des Nachbarn gestürzt. Dies ist ein Fall für die private Haftpflichtversicherung. Vermieter brauchen zur private Haftpflichtversicherung zusätzlich noch eine Grundbesitzhaftpflicht.

Hochwasser

Um sich gegen Hochwasser zu versichern ist eine Elementarschadenpolice nötig. Diese ist in Risikogebieten allerdings kaum zu bekommen.

 

Sollte ein Schadenfall eingetreten sein, müssen Sie so rasch wie möglich Ihren Versicherer darüber informieren. Verändern Sie an dem Schadenfall so wenig wie möglich, damit sich die Versicherung ein möglichst umfassendes Bild des Malheurs machen kann. Akute Gefahren müssen allerdings so schnell wie möglich beseitigt werden. Hier sind Sie als Versicherungsnehmer in der Pflicht, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Sollten Sie zum Beispiel ein Loch im Dach durch fehlende Ziegel haben, so müssen Sie dieses abdecken oder für eine Notreparatur einen Handwerker beauftragen. Bevor die Aufträumarbeiten allerdings beginnen, sollten Sie den entstandenen Schaden per Foto festhalten. 

Nicht gezahlt wird allerdings, wenn von Seiten des Versicherungsnehmers fahrlässig gehandelt wurde. Beispiel: Wenn Türen oder Fenster beim Sturm nicht verschlossen, oder wenn der geliebte Wagen trotz Unwetterwarnungen direkt am Fluss oder unter einem Baugerüst geparkt wurden. 

Wir wünschen Ihnen allerdings, dass Sie nie in solche eine Situation geraten.

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