Bei den Feuerwehren ist die Notwendigkeit von Brandschutzerziehung der Kinder und die Brandschutzaufklärung bzw. -unterweisung von Jugendlichen mittlerweile unbestritten. Doch ist es wichtig, diese Einsicht auch in unserer Gesellschaft zu wecken und breite Bevölkerungsschichten zur Unterstützung und Mitarbeit zu gewinnen.

Hierfür ist eine breite öffentliche Diskussion nötig. Das Problem der Brandstiftungen, hier in erster Linie das Problem der fahrlässigen Brandstiftungen, muss bewusst gemacht werden. Es handelt sich dabei leider nicht, wie vielfach noch gedacht wird, um Einzelfälle, sondern um ein ständig wachsendes Problem.

Wenn in der Bevölkerung über Brandstiftung diskutiert wird, geht es fast immer nur um den Bereich der vorsätzlichen Brandstiftungen und um spektakuläre Einzelfälle. Wir, die Feuerwehren, müssen deshalb immer wieder hervorheben, dass jede dritte Brandstiftung von Kindern und insbesondere von Jugendlichen verursacht wird.

Auch die hohe Zahl an Brandtoten, die ungezählte Zahl der Brandverletzten und die, in die hunderte von Millionen Euro gehenden Sachschäden betreffen uns alle. Der daraus entstehende große volkswirtschaftliche Schaden, den jeder einzelne von uns mitzubezahlen hat, über Versicherungsprämien, Krankenkassenbeiträgen usw., sollten schon Anlass genug zum Handeln geben, zumal in Zeiten leerer Kassen und sinkender Realeinkommen.

Noch wichtiger sind aber die vielen Todesopfer, welche über die Hinterbliebenen Trauer, Schmerz und Leid bringen, und die vielen Brandverletzten, die nicht selten bleibende Schäden davon tragen und häufig für ihr Leben gezeichnet und entstellt sind. Hier hilft auch kein Geld der Welt mehr! 

Ferner sind insbesondere junge Erwachsene nicht selten dafür verantwortlich, dass Einrichtungen des "Vorbeugenden Brandschutzes" zerstört werden. Ihnen ist häufig nicht bewusst, dass sie damit andere Menschen in Lebensgefahr bringen. Sie sind auch häufig Verursacher gedankenloser Brandstiftungen. Sie wollen jedoch meist nur "action" und machen sich über die Folgen ihres Handelns keine Gedanken. Deshalb ist es besonders wichtig, gerade diesen Personenkreis entsprechend aufzuklären!

Nur wer die Gefahr kennt, kann sie verhindern!

Doch die "Jungen Erwachsenen" werden nicht leicht zu erreichen und für unsere Ziele zu gewinnen sein. Von daher sind wir hierbei auch auf Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger angewiesen. Brandschutzerziehung sollte schon im Kindesalter beginnen. Bitte beachten Sie hierzu unsere Brandschutztipps und gehen Sie diese mit Ihren Kindern durch. Wir sind uns sicher, dass hierbei nicht nur die Kinder und Jugendlichen etwas lernen können.

Sollten aus Ihrer Sicht Fragen auftauchen oder Sie nähere Informationen benötigen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten!

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