Mit der Übergabe und in Indienststellung des Sonderlöschfahrzeuges LF-KatS Anfang 2012 erhielt die Feuerwehr Winterbach neben einem neuen Fahrzeug auch erweiterte Verpflichtungen.

Logo des Zivilschutz
Logo des Zivilschutz

Im Rahmen der „Neuen Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland“ wurde 2007 von Bund und Länder ein neues Ausstattungskonzept beschlossen, welches die Ergänzung des Katastrophenschutzes der Länder für Zwecke des Zivilschutzes definiert. Ein Bestandteil waren (zunächst 190) neue Brandschutzfahrzeuge des Bundes, welche anhand von Bewerbungs- und Ausschreibungsverfahren bundesweit verteilt wurden.

Im Vergleich zum bisherigen Auftrag des Katastrophenschutzes, der sich in den Schutz der Zivilbevölkerung vor den Auswirkungen einer militärischen Auseinandersetzung definierte, haben sich die Aufgaben der Katastrophenschutzeinheiten des 21. Jahrhunderts verändert.

Heutige denkbare Katastrophenszenarien

  • Gefahren durch Naturkatastrophen, wie schwere Stürme/Orkane und Hochwasser
  • Gefahren durch schwere Verkehrsunfälle, z.B. mit Gefahrgut (Schiene, Straße, Wasser, Luft)
  • Gefahren durch schwere industrielle Havarien (Kernkraftwerke, Chemie, Biotechnologien)
  • Gefahren durch Massenerkrankungen (Seuchen etc.)
  • Gefahren durch den internationalen Terrorismus
Löschfahrzeug LF-KatS
Löschfahrzeug LF-KatS

Die Freiwillige Feuerwehr Winterbach hat hierfür speziell für Großschadenslagen und längerfristige Einsätze, unter Umständen auch überregional, das Sonderlöschfahrzeug LF-KatS. Insgesamt 780 Meter Schläuche, einen 5.000 Liter fassenden faltbaren Wasserbehälter, ein 5kVA-Stromerzeuger, eine umfassende Beleuchtungsausstattung sowie weitere speziell auf den Katastrophenschutz ausgerichtete Zusatzbeladung ist an Bord. Außerdem ist dieses Fahrzeug auch wesentlicher Bestandteil des „Löschzug Brandbekämpfung Oberes Remstal“.

Ebenfalls in Winterbach ist ein auf einem Anhänger untergebrachter 40kVA-Stromerzeuger stationiert, welcher in erster Linie bei großflächigem Stromausfall zur Notstromversorgung des Hochwasser-Rückhaltebeckens zur Verfügung steht.

Warum in Winterbach?

"Katastrophen, Großschadenslagen, Zivilschutz? - Das gibt's doch bei uns nicht..." - dass ist eine Aussage die man in der Bevölkerung öfters hört. Man geht immer davon aus, dass "Schlimmes" immer nur woanders passiert. Das dem nicht so ist, beweisen sowohl nationale, als auch regionale Nachrichten in den letzten Jahren. Ob Terrorgefahr in Deutschland, der Amoklauf in Winnenden, oder Naturkatastrophen - Katastrophen und Unfälle können auch hier passieren, und dann gilt es schnell und richtig zu reagieren.

Erinnern wir uns an das Hochwasser 2011 zu Jahresbeginn. In Winterbach konnte durch das Rückhaltebecken an der Ostlandstraße schlimmeres verhindert werden und die Schäden beliefen sich im wesentlichen auf vereinzelt vollgelaufene Keller. Doch die Feuerwehr Winterbach war dennoch vier Tage nahezu rund um die Uhr im Einsatz. Das Hochwasserrückhaltebecken erfordert Koordination und Techniker, der Wasserstand musste beobachtet werden, Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden, sollten die Kapazitäten des Beckens erschöpft sein.

Katastrophenschutz ist wichtig - und Ihre Freiwillige Feuerwehr Winterbach beteiligt sich intensiv daran.

Das Stauwehr für das Rückhaltebecken bei normalem Wasserstand
Das Stauwehr für das Rückhaltebecken bei normalem Wasserstand
Hochwasser 2011: Über das Rückhaltebecken wird das Wasser kontrolliert angestaut und abgelassen.
Hochwasser 2011: Über das Rückhaltebecken wird das Wasser kontrolliert angestaut und abgelassen.
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