1. Kommandant Kinzelbach

Als Kommandant der 1. organisierten Feuerwehr wurde Albert Kinzelbach, Kaufmann, und als Stellvertreter Glasermeister Emst Bloss gewählt. 1885 starb der seitherige Spritzenmeister Johannes Müller. Neu gewählt wurde Flaschner Christian Rühling.

Kommandant Hasert

Wie lange Kommandant Kinzelbach sein Amt ausgeübt hat, kann nicht festgestellt werden. Sein Nachfolger war wohl Löwenwirt Hasert, der beim Brand der Zehntscheuer durch den Ausspruch »Kantre mei Busch« bekannt wurde.

Kommandant Eberle

Danach folgte nach einem Rug?Gerichts?Protokoll Kommandant Eberle, der im Jahr 1909 seinen Dienst aufgekündigt hatte.

Spritzenremise

Große Räumlichkeiten zur Unterbringung des Feuerlöschgeräts waren nicht notwendig. Der Feuerwagen war in der Scheune des alten Schulhauses, das 1934 eingestürzt ist, untergebracht, wie aus einem Bericht vom 25.4.1864 ersichtlich ist. 

Im Jahr 1894 wurde vom Rug?Gericht die Unterbringung der Geräte beanstandet. Es wurde empfohlen, im »unteren Gelass« des Rathauses eine »Spritzenremise« einzubauen. Dieser Raum diente lange Zeit bis zum Bau des Feuerwehr Gerätehauses in der Florianstraße im Jahr 1971 als Geräteraum. 

Später wurde im Untergeschoss des Lehrerwohnhauses (heutiges Rathaus), dort wo jetzt der Eingang ist, ein weiteres Feuerwehrmagazin eingerichtet, das ebenfalls bis 1971 benützt wurde. Die mechanische Leiter war 1932 in der Kelter untergestellt.

Feuersee

Zum Feuerschutz hatte die Gemeinde lange Zeit einen Feuersee, der sich in den Westerwiesen (heutiges Gebiet Gartenstraße) befand. 

Dieser See wurde vom Rug?Gericht laufend beanstandet, weil er meist undicht war und kein oder nur wenig Wasser beinhaltete. 

Als weitere Löschquelle diente der Lehenbach.

Antrag auf Beschaffung einer Motorspritze

Die Beschaffung von Feuerlöschgeräten verursachte auch noch im 20. Jahrhundert zwischen Feuerwehr und Gemeinderat immer wieder Unstimmigkeiten. So wird aus dem Jahr 1927/28 berichtet, dass die Feuerwehr eine Kleinmotorspritze beantragte, was sicherlich für den Brandschutz dringend notwendig gewesen wäre. 

Der Gemeinderat hat aber damals diese Anschaffung trotz Empfehlung des Feuerlösch?Inspektors nicht bewilligt.

Rücktritt des Feuerwehr-Verwaltungsrates

Dies löste natürlich den Unmut der Feuerwehr aus. Die Feuerwehr sprach von Kurzsichtigkeit des Gemeinderats, weil durch diese Entscheidung die Bevölkerung um ein unentbehrliches Schutzmit­tel gekommen sei. 

Der ganze Verwaltungsrat, vergleichbar mit dem heutigen Feuerwehrausschuss, legte damals geschlossen die Ämter nie­der. 

Sicherlich hatte die Gemeinde immer wenig Geld. Die Entscheidung des Ge­meinderats war trotzdem unverständlich, weil eine Motorspritze einen besseren Feuerschutz gewährleistet hätte.

Anschaffung von Ausrüstung und Löschgerät

Bis in die 20er Jahre dieses Jahrhunderts war die Feuerwehr mit Bekleidung und Helmen schlecht ausgestattet. So konnten wegen Geldmangel jährlich immer nur wenig Uniformen, Helme und Gurte angeschafft werden. 

1925 wurden 10 Feuerwehrröcke, 20 Gur­ten und 12 Schlauchhalter vom Gemein­derat bewilligt. 

1931 gab es 31 Röcke, 5 Gurten, 6 Later­nen, 30 Feuerrohrhalter, 3 Seile, Pfeifen und Sanitätsausrüstung. 1927 wurden 35 Mützen für die Spritzen? und Hydranten­mannschaft gekauft. Auch in den folgen­den Jahren wurden immer kleinere Aus­rüstungsgegenstände beschafft.

Anschaffung einer Leiter

Auch die Anschaffung einer mechani­schen, fahrbaren Leiter sowie deren Unterstellmöglichkeit bereitete in den 20er Jahren große Schwierigkeiten. 

Sicherlich spielte auch da die Finanzie­rung eine große Rolle, so dass die Beschaf­fung immer wieder hinausgeschoben wurde. Erst 1932/33 konnte dann die Lei­ter angeschafft werden. 

Im Jahre 1921/22 wird jedoch schon von einer Leitermannschaft berichtet. 

Eine alte Leiter muss deshalb vorhanden gewesen sein, denn 1928 wurde ein neuer »Brems?Schuh« für diese Leiter beschafft. 

Im Jahre 1951 wurde wiederum eine neue Leiter beschafft, während die alte Leiter für andere Gemeindeaufgaben verwendet wurde. 

Während der Kriegszeit wurde hauptsächlich Wert auf die Beschaffung von Schläuchen gelegt.

Neuorganisation V FW 1941

Im Jahr 1941 wird berichtet, dass die Feuer­wehr neu organisiert wurde. Schon 1936 wurde eine neue Satzung erlassen. Die Wehr war in einen Löschzug und einen Halbzug sowie einen Löschtrupp in En­gelberg und Manolzweiler gegliedert. 

Geleitet wurde die Wehr von einem Ober­brandmeister, 1 Brandmeister, 7 Lösch­meistern und 8 Oberfeuerwehrmännern.

Kommandant Beck

Als neuer Kommandant erscheint Friedrich Beck. Schon 1940 wird er als Wehrführer genannt. Wahrscheinlich war er schon 1936 Kommandant, da die Satzung von ihm unterschrieben wurde.

Musikzug

Interessant ist auch, dass die Wehr früher einen Musikzug hatte. 1928 und 1931 wird von einem solchen Zug berichtet. 

Im Jahr 1922 traten die Musiker des Musikvereins der Feuerwehrkapelle bei. 1926 wurde beantragt, auch für die Musi­ker eine Uniform zu beschaffen.

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